Welches Öl für mein Motorrad ?

12.11.25 By Alice Cassard


Welches Öl für mein Motorrad?

Die Wahl des richtigen Öls für Ihr Motorrad ist entscheidend, um die Lebensdauer des Motors zu erhalten, eine gute Schmierung zu gewährleisten und vorzeitigem Verschleiß vorzubeugen. Doch zwischen den verschiedenen Normen, Viskositäten und Ölarten ist es manchmal schwierig, den Überblick zu behalten. Hier finden Sie einen einfachen und praktischen Leitfaden, um das passende Öl für Ihr Motorrad auszuwählen.

Wofür wird Motorradöl benötigt?

Motorradöl erfüllt mehrere Funktionen:

  • Den Motor schmieren und Reibung reduzieren.

  • Bestimmte mechanische Teile kühlen.

  • Reinigen, indem es Verunreinigungen abführt.

  • Vor Korrosion schützen.

Achtung! Die Wahl des falschen Motorradöls kann zu höherem Verbrauch, Leistungsverlust und sogar Motorschäden führen. Deshalb ist es wichtig, die Wartung und das richtige Öl für Ihr Motorrad nicht zu vernachlässigen.

Welche verschiedenen Motorradöle gibt es?

Es gibt mehrere Arten von Motorradöl, die sich in drei Hauptkategorien einteilen lassen:

  • Mineralöl, das aus Erdöl gewonnen wird, wird häufig bei älteren Motorrädern oder während der Einfahrzeit verwendet, bietet jedoch nur begrenzten Schutz bei hohen Temperaturen.
  • Teilsynthetisches Öl ist ein guter Kompromiss zwischen Leistung und Preis: Es eignet sich perfekt für den regelmäßigen Einsatz in der Stadt oder auf der Straße.
  • Vollsynthetisches Öl bietet den besten Schutz und die höchste Stabilität, auch bei sehr hohen Temperaturen. Es ist besonders für moderne, sportliche oder hubraumstarke Motorräder geeignet, auch wenn es teurer ist.

Viskositätsklassen verstehen

Auf Ölbehältern ist immer eine Viskositätsangabe wie 10W40 oder 5W30 angegeben. Die erste Zahl vor dem „W“ zeigt die Fließfähigkeit bei Kälte an: Je niedriger sie ist, desto flüssiger bleibt das Öl beim Start. Die zweite Zahl gibt die Leistungsfähigkeit des Öls bei Hitze an: Je höher sie ist, desto besser hält es hohen Temperaturen stand. Ein 10W40 ist sehr vielseitig und für die meisten Motorräder geeignet, während ein 5W30 besonders für kalte Klimazonen empfehlenswert ist.

Welches Motorradöl soll man wählen?

Die Wahl des Öls hängt auch vom Motorrad und seiner Nutzung ab. Roller und kleine Hubräume funktionieren sehr gut mit 10W40 teilsynthetischem Öl. Straßen- und Reiseenduros benötigen oft 10W40 oder 10W50, entweder teil- oder vollsynthetisch. Sportmotorräder, die hohen Drehzahlen und Temperaturen ausgesetzt sind, sollten mit vollsynthetischen Ölen wie 5W40 oder 10W50 geschützt werden. Für ältere Motorräder eignen sich Mineralöle besser, die speziell für ihre weniger modernen Motoren entwickelt wurden. Und um Flecken auf dem Boden oder in der Garage beim Ölwechsel zu vermeiden, verwenden Sie eine Umweltmatte für Motorräder, die dafür vorgesehen ist.

Wie oft sollte man das Öl beim Motorrad wechseln?

Das Ölwechselintervall hängt vom Motorradtyp, dem verwendeten Öl und Ihrem Fahrstil ab. Im Durchschnitt wird empfohlen, das Öl alle 5.000 bis 10.000 Kilometer zu wechseln oder mindestens einmal pro Jahr, wenn Sie wenig fahren. Sportmotorräder oder intensiv genutzte Maschinen (Autobahn, sportliches Fahren, extreme Bedingungen) benötigen häufigere Ölwechsel, etwa alle 5.000 km. Roller und kleine Hubräume können manchmal bis zu 6.000–8.000 km fahren, während einige moderne große Hubräume mit vollsynthetischem Öl bis zu 10.000 km halten können.

In jedem Fall ist es wichtig, den Ölstand und das Aussehen regelmäßig zu kontrollieren. Wenn es zu dunkel, dickflüssig wird oder ungewöhnlich riecht, sollte der Ölwechsel sofort erfolgen. Und vergessen Sie nicht, bei jedem Wechsel auch den Ölfilter zu ersetzen, um einen stets sauberen und gut geschmierten Motor zu gewährleisten.

Praxistipps für die richtige Motorpflege

Sehen Sie immer zuerst im Handbuch des Herstellers nach, das die beste Informationsquelle für das richtige Öl ist. Wählen Sie ein Öl mit JASO MA- oder MA2-Zertifizierung, das speziell für Motorräder entwickelt wurde, um die Kupplung zu schützen. Führen Sie regelmäßig Ölwechsel durch und ersetzen Sie dabei immer den Ölfilter, um die Sauberkeit des Motors zu gewährleisten und seine Lebensdauer zu verlängern. Vermeiden Sie Autöle, da sie nicht für Motorradmotoren geeignet sind und mechanische Probleme verursachen können.

Das richtige Motorradöl zu wählen, ist nicht schwierig, wenn man die Empfehlungen des Herstellers befolgt und Motorradtyp sowie Nutzung berücksichtigt. Merken wir uns einfach: Mineralöl für ältere Motorräder, teilsynthetisch für den Alltag und vollsynthetisch für Leistung und moderne Motorräder. Das richtige Öl bedeutet einen gesunden Motor, bessere Leistung und mehr Sicherheit auf der Straße.

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