Wann und wie wechselt man seinen Motorradreifen ?

11.12.25 By Alice Cassard


Wann und wie wechselt man seinen Motorradreifen?

Wenn Sie regelmäßig oder täglich fahren, nutzen sich die Reifen Ihres Motorrads ab. Ihr Zustand beeinflusst direkt das Fahrverhalten, die Bremsleistung und die Sicherheit. Abgenutzte oder beschädigte Reifen erhöhen das Unfallrisiko, besonders auf nassen Straßen. Daher ist es entscheidend zu wissen, wann man seine Motorradreifen wechseln sollte und die richtigen Vorgehensweisen zu kennen.

Wann sollte man seinen Motorradreifen wechseln?

Mehrere Kriterien helfen zu erkennen, ob ein Reifen ersetzt werden muss:

  • Profilschutz: Jeder Reifen verfügt über Verschleißindikatoren in den Rillen. Erreicht das Gummi dieses Niveau, ist es Zeit für einen Wechsel. Im Durchschnitt hält ein Hinterreifen zwischen 8.000 und 12.000 Kilometern, während ein Vorderreifen je nach Fahrstil und Motorradtyp bis zu 20.000 Kilometer halten kann.
  • Risse, Sprünge oder Verformungen: Zeichen für einen zu alten Reifen. Auch wenn ein Reifen noch gut aussieht, wird empfohlen, ihn alle fünf Jahre zu ersetzen, da das Gummi mit der Zeit seine Griffigkeit verliert.

Wie wechselt man einen Motorradreifen?

Das Wechseln eines Motorradreifens erfordert geeignetes Werkzeug und Erfahrung. Der erste Schritt besteht darin, das Rad mit einem Montageständer zu entfernen, um das Motorrad sicher zu halten. Anschließend wird der alte Reifen mit Reifenhebern abgezogen, bevor der neue montiert wird. Es ist wichtig, die Laufrichtung zu beachten, die durch einen Pfeil an der Seitenwand des Reifens angezeigt wird. Nach der Montage sollte der Reifen auf den vom Hersteller empfohlenen Druck aufgepumpt und ausgewuchtet werden, um Vibrationen zu vermeiden und eine stabile Fahrt zu gewährleisten.

Motorradreifen selbst wechseln?

Es ist möglich, die Reifen selbst zu wechseln, vorausgesetzt, man verfügt über die notwendigen Werkzeuge wie Kompressor, Reifenheber und Auswuchtmaschine. Allerdings erfordert die Montage Präzision, und ein Fehler kann die Sicherheit gefährden. Professionelle Montagekosten sind moderat und gewährleisten eine korrekte Installation, präzises Auswuchten und damit eine längere Lebensdauer der Reifen.

Hier ist der detaillierte Ablauf:

  1. Motorrad und Werkzeuge vorbereiten: Stellen Sie sicher, dass Sie alles haben: einen Montageständer oder Zentralständer, stabile Reifenheber, Ventileinsatzwerkzeug, Kompressor oder Pumpe, Reifenmontagelösung (oder Seifenwasser), ein Tuch und idealerweise eine Auswuchtmaschine.
  2. Motorradrad demontieren: Lösen Sie die Muttern oder die Achse, entfernen Sie bei Bedarf die Bremssättel, nehmen Sie Kette oder Riemen ab und ziehen Sie das Rad aus der Achse.
  3. Alten Reifen abmontieren: Reifen vollständig entlüften, den Reifenwulst von der Felge lösen und mit Reifenhebern entfernen.
  4. Neuen Reifen montieren: Felge reinigen, Reifenwulst leicht einfetten und Reifen unter Beachtung der Laufrichtung montieren.
  5. Reifen aufpumpen und wulsten: Schnell aufpumpen, damit sich die Wulste korrekt setzen, anschließend auf den empfohlenen Druck einstellen.
  6. Rad auswuchten: Mit einer Auswuchtmaschine ausbalancieren und bei Bedarf Gewichte hinzufügen, um Vibrationen zu vermeiden.
  7. Rad am Motorrad wieder montieren: Rad wieder auf die Achse setzen, Kette/Riemen montieren und auf das empfohlene Drehmoment festziehen.
  8. Kontrolle vor der Fahrt: Reifendruck und Bremsen prüfen und eine kurze Testfahrt bei niedriger Geschwindigkeit durchführen.

Der Wechsel der Motorradreifen ist ein unverzichtbarer Teil der Wartung. Sobald die Verschleißindikatoren sichtbar sind, Risse auftreten oder die Haftung nachlässt, müssen die Reifen ersetzt werden. Selbst ohne sichtbare Anzeichen sollten Reifen nicht länger als fünf Jahre genutzt werden. Auch wenn der Wechsel selbst durchgeführt werden kann, bleibt die Beauftragung eines Fachmanns die beste Lösung, um eine sichere Montage und maximale Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

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